Meditation - Kunst des Lebens
Meditation und Ablehnung
Liebe ist auch die Aufmerksamkeit, die man sich selbst entgegenbringt. Die Aufmerksamkeit, mit der man sich innerlich vorbereitet für sich selbst, mit der man sich eine schöne Umgebung zum Wohlfühlen schafft. Und die Aufmerksamkeit für die Dinge, die in einem selbst ungelebt sind und über die man ganz tief unglücklich ist. Dies klingt dann schwierig, wenn man sich selbst gegenüber sehr viel Missachtung oder Hass hat. Aber es ist auch wahr, dass man letztendlich immer das Leben lebt, das man wirklich leben will. Vielleicht kann man es gerade nicht genießen, weil man im Innern unglücklich ist, und oft dauert es sehr lange, bis man verstanden hat, dass alles immer okay ist, war und auch sein wird.
Viele haben in der Vergangenheit Erfahrungen von großer Ablehnung gemacht und daher Schwierigkeiten, ihr Inneres nach außen zu vertreten. Schließlich haben sie vielleicht sogar die Ablehnung der anderen übernommen und sich selbst abgelehnt. Das kreiert extrem viel Schmerz und Konflikte. Es ist enorm wichtig, sich selbst nicht zu verleugnen. Die Liebe, die man für sich selbst und das Leben empfindet, muss man ebenso anderen gegenüber vertreten, auch wenn das auf große Ablehnung stößt.
Besonders aber dann, wenn man den Weg der Wahrheit und Liebe an andere weiter vermitteln will, egal in welcher Form. Zu diesem Thema gehört auch die Wichtigkeit, seinen spirituellen Weg positiv anzunehmen. Das ist schwierig, wenn man durch große Schmerzen des Lernprozesses hindurch gehen muss. Aber auch dann kann man sich noch über die kleinen Fortschritte freuen, die man macht. Dabei muss man sich nicht an anderen messen, die vielleicht schon weiter sind, mehr darstellen, oder vielleicht ihr Leben besser in der Hand haben. Das ist total absurd!
Ende